Brut- und Setzzeit: So verhalten wir uns richtig in der Natur
Jedes Jahr zwischen März und Juli beginnt in unseren Wäldern und Feldern die Brut- und Setzzeit – die sensibelste Phase im Jahreskreis der Wildtiere. Vögel brüten, Rehe setzen ihre Kitze, Hasen liegen flach im Gras. Es ist eine Zeit, in der unsere Natur besonders verletzlich ist – und in der wir als Spaziergänger, Jogger oder Hundebesitzer besonders Rücksicht nehmen können.
Der Jagdverein Gunzenhausen hat die wichtigsten Verhaltensregeln für Sie zusammengefasst:
- Hunde anleinen: Auch der bravste Hund folgt instinktiv seinem Jagdtrieb. Freilaufende Hunde können Gelege zerstören oder Jungtiere in Panik treiben. Bitte leinen Sie Ihren Hund während der Brut- und Setzzeit konsequent an.
- Auf den Wegen bleiben: Abseits der Wege schlummern Nester und Kitze. Das hohe Gras wird zur Kinderstube. Wer die Wege verlässt, riskiert, auf junges Reh- oder Hasenwild zu treten, das reglos im Gras liegt.
- In der Natur ruhig verhalten: Lärm, Musik und hektische Bewegungen stören brütende Vögel und sorgen dafür, dass Muttertiere ihre Jungen im Stich lassen. Ein ruhiger Schritt und gedämpfte Geräusche machen den Unterschied.
- Tiere niemals anfassen: Jungtiere, die allein sitzen, sind fast nie verlassen – sie warten auf ihre Mutter. Wer sie anfasst, hinterlässt menschlichen Geruch, der die Mutter vertreiben kann. Was wie Rettung wirkt, kann das Tier in echte Gefahr bringen.
- Im Zweifel den Jäger kontaktieren: Wenn Sie ein Tier finden, das wirklich verletzt oder in einer Notlage zu sein scheint, wenden Sie sich bitte an uns. Wir helfen weiter und wissen, was zu tun ist.
Diese fünf Regeln kosten nichts – sie brauchen nur ein bisschen Aufmerksamkeit. Und sie machen einen echten Unterschied für unsere tierischen Nachbarn.
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